Der Zustrom neuer MigrantInnen und Geflüchteter nach Europa dürfte sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Die Europäische Kommission erkennt an, dass Bildung eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung von MigrantInnen und Geflüchteten bei der Eingliederung in neue Länder und Umgebungen spielt.

VINCE identifizierte Barrieren und günstige Einflussfaktoren für die Integration von Geflüchteten und MigrantInnen, die in der obigen Abbildung veranschaulicht werden. Vom Sprachenlernen bis zur Anerkennung von Qualifikationen ist die Bildung Teil des Integrationsprozesses. Die Neuankömmlinge stehen vor vielen Herausforderungen, darunter Hindernisse beim Zugang zum Arbeitsmarkt oder der Fortsetzung ihres Studiums, häufig, weil ihre Kompetenzen in der Aufnahmegesellschaft nicht leicht erkennbar sind. Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse passen möglicherweise nicht in vordefinierte bürokratische Richtlinien und Verfahren, die Dokumentation fehlt oder der von ihnen verfolgte Lehrplan stimmt nicht mit den Zertifizierungsstrukturen im Gastland überein.

Mehr über Barrieren und mildernde Einflussfaktoren erfahren Sie in Carme Royos EPALE-Blogpost „Giving opportunities to migrants and refugees to get into higher education: setting the right context for learning“.

Barrieren und mildernde Einflussfaktoren (Royo, C. 2018)

VINCE will die Ausbildung von Hochschulpersonal in VPL entwickeln und bestehende bewährte VPL-Methoden an die spezifischen Bedürfnisse von Geflüchteten anpassen, damit sie Zugang zur Hochschule erhalten und sich leichter in die europäische Gesellschaft integrieren können. Der Prozess umfasst die Ausarbeitung einer Reihe von Leitfäden, die grundlegende Informationen über die Kultur und die Erwartungen Europas, des Gastlandes, der Hochschule im Allgemeinen, der Hochschuleinrichtung im Besonderen und der VPL-Regelungen enthalten und ein wichtiges Instrument bei der Gestaltung der Weiterbildung von HochschullehrerInnen, ValidatorInnen, BeraterInnen und AdministratorInnen darstellen.

Die angepassten VPL-Verfahren werden mit KandidatInnen getestet, die selbst Geflüchtete sind. Die NGOs werden als Voll- oder assoziierte Partner aktiv in das Projekt einbezogen, um sicherzustellen, dass die Zielgruppe und die betroffenen NutzerInnen vor Ort erreicht werden und dass ihre Interessen in allen Projektphasen vertreten sind. Die Ergebnisse des Projekts bilden die Grundlage für politische Empfehlungen, die sich an EntscheidungsträgerInnen und institutionelle Lernende richten.

EU-Projekt-Identifikationsnummer: Projekt 580329-EPP-1-2016-1-BE-EPPKA3-IPI-SOC-IN.

Die Projekt-Timeline

1. PEER-LEARNING-SEMINAR

Durch Workshops in transnationalen Teams wurde ein Konsens zur allgemeinen Situation und zu den Möglichkeiten der Validierung für Geflüchtete und MigrantInnen erarbeitet.

2. SAMMLUNG VON GOOD PRACTICE

Es wurden Good Practice Beispiele und Erfahrungen von Geflüchteten und MigrantInnen gesammelt: Die Ergebnisse können unter Validierung in Europa und unter Erfahrungen abgerufen werden.

3. LEITFADEN

Leitfäden für Hochschul- und Validierungspersonal: Wie kann man Geflüchtete und MigrantInnen beim Zugang an Hochschulen unterstützen? Es wurden typische Fragen und Antworten von Geflüchteten und MigrantInnen zusammengestellt. Sie sind zum Download verfügbar.

4. TRAINING

Es wurde Hochschul- und Validierungspersonal trainiert, damit es Geflüchtete und MigrantInnen beim Hochschulzugang durch Validierung unterstützen kann. Darüber hinaus entstand ein allgemeines Training-Konzept, das online verfügbar ist.

5. EMPFEHLUNGEN FÜR DIE POLITIK

Basierend auf den Ergebnissen des Projekts wurden Empfehlungen für die Politik erarbeitet. Sie wurden beim VINCE Abschluss-Symposium im November 2019 vorgestellt.

Erfahren Sie mehr über VINCE:

Nov 18, 2019 @ 10:16